Auf ein Wort!

Streckenläutewerk mit Fallscheibe vor den Doppeltürmen des Stendaler Domes St. Nikolaus in der Sammlung List (Foto: W. List)

Streckenläutewerk mit Fallscheibe vor den Doppeltürmen des Stendaler Domes St. Nikolaus in der Sammlung List
(Foto: W. List)

Der Inhalt dieser Website setzt sich zusammen aus

  • dem Ergebnis Jahrzehnte langer Recherchen in der zeitgenössischen Fachliteratur,
  • dem Jahrzehnte langen Erfahrungsschatz aus dem Aufbau meiner repräsentativen Sammlung von Eisenbahnläutewerken sowie deren Restaurierung, Pflege und Wartung,
  • der Zu- und Mitarbeit von Peter Kunze, Schwerin, und Siegfried Liechti, Turgi (Schweiz), bei der Ausstattung der Stendaler Läutewerkesammlung sowie
  • der Zu- und Mitarbeit namhafter in- und ausländischer Hobbypartner an dem Buch „Elektromechanische Läutewerke der Eisenbahnen“ von Wolfgang List und Hans-Wolfgang Harden im Verlag Bernd Neddermeyer Berlin 2010 (ISBN 978-3-933254-99-3).

 

Buch-Titel (Foto: W. List)

Buch-Titel (Foto: W. List)

Zu dem Sachgebiet gibt es keine andere zusammenhängende Darstellung in der neueren deutschen Fachliteratur als das vorgenannte Buch, das sich in Fachkreisen eines regen Zuspruchs erfreut, wie es die „Stimmen zum Buch“ zeigen.  Auch im Internet sind vergleichsweise tiefgehende und umfassende Detaildarstellungen nicht aufzufinden.

Auch auf dieser Website möchte ich die altehrwürdigen elektromechanischen Läutewerke der Eisenbahnen vor dem endgültigen Vergessen bewahren. Sie soll das o. g. Buch aber nicht ersetzen, das in seinem Inhalt wesentlich tiefgründiger als diese Website ist.

Auf der Basis meiner Jahrzehnte  langen Erfahrungen biete ich allen Rat und Hilfe suchenden Interessenten meine Unterstützung an. Bei meinem Sohn Jörg bedanke ich mich für sein Engagement, das Material ins Internet zu bringen.

Beim Betrachten der nachfolgenden Seiten empfehle ich, sich der Themen-Liste (rechts oben) zu bedienen.
Miniaturbilder und mittelgroße Bilder können angeklickt werden, um sie zu vergrößern.
Und nun viel Freude beim Stöbern!

Wolfgang List

Nachwort

Vollelektrisches RFB-Wandläutewerk (Foto: W. List)

Vollelektrisches RFB-Wandläutewerk (Foto: W. List)

Vollelektrisches RFB-Wandläutewerk (Foto: C. List)

Vollelektrisches RFB-Wandläutewerk (Foto: C. List)

Vollelektrisches CTW-Wandläutewerk (Foto: W. List)

Vollelektrisches CTW-Wandläutewerk (Foto: W. List)

Bislang war immer die Rede vom elektro-mechanischen Läutewerk, bei dem auf elektrischem Wege die Sperrung eines mechanischen Schlagwerkes beseitigt wurde. Wie bei allen Erfindungen, so gab es auch bei den Läutewerken eine Weiterentwicklung, die zu einem voll elektrischen Zimmerläutewerk führte. In der Stendaler Sammlung hängt ein Wand-läutewerk der Firma RFB Halle. Im „Mecklenburgischen Eisenbahn- und Technikmuseum“ Schwerin ist es in ähnlicher Ausführungsform von der Firma Carl Theodor Wagner, Elektrotechnische Fabrik Wiesbaden (CTW), erhalten.

Schaltschema des RFB-Läutewerkes (Foto: R. Döring)

Schaltschema des RFB-Läutewerkes (Foto: R. Döring)


Wie es das nebenstehende Schaltschema zeigt, ist das Grundprinzip recht einfach und basiert auf einem Langsamschlagwecker: Ein Startrelais LR (oben) wird angezogen, wenn der Auslöse-Stromimpuls eintrifft. Dann zieht der Anker eines Elektromagneten an, womit zeitgleich nicht nur der erste Glockenschlag hervorgebracht wird, sondern zugleich eine Sperrklinke ein Nockenrad (unten Mitte) bewegt, das nun einen Selbsthalte-kontakt in einem Batteriestromkreis schließt. Wenn nun das Startrelais abfällt, bleibt der Batteriestromkreis geschlossen. Parallel dazu drückt der Anker über eine Blattfeder ein Schwungrad eines Langsamschlagweckers aus der Endlage. Wenn es vermittels einer Spiralfeder zurückschwingt, schließt es einen Kontakt, der einen neuen Glockenschlag verursacht und damit zugleich über die Sperrklinke das Nockenrad weiterbewegt. Nach fünf Glockenschlägen fällt am Nockenrad ein Schleifkontakt in eine Kerbe (von insgesamt zwölf), was zur Unterbrechung des Batteriestromkreises und damit der Selbsthaltung führt: Das Werk steht still und ist bereit zur nächsten Auslösung.