Bauformen der Läutewerke

Räderläutewerke

Grundprinzip eines Räderläutewerkes (Grafik: Sammlung List)

Grundprinzip eines Räderläutewerkes (Grafik: Sammlung List)

Die Räderläutewerke bestanden in aller Regel aus zwei parallel zueinander liegenden, mit Querstreben verbundenen Rahmenwangen, zwischen denen sich eine bestimmte Anzahl parallel zueinander liegender, horizontal angeordneter Wellen befand. Die erste wurde angetrieben (hier mit Gewicht G), die letzte trug den Windflügel W zur Regulierung der Geschwindigkeit. Sie sind in allen Bauformen im Schlagwerk mit bis zu drei Hammerhebeln l    ausgeführt worden und konnten demzufolge bis zu drei Glocken anschlagen.

Triebwerk eines Streckenläutewerkes neben einem Tischläutewerk (Foto: W. List)

Triebwerk eines Streckenläutewerkes neben einem Tischläutewerk
(Foto: W. List)

Dabei spielte es keine Rolle, ob es sich um die großen, robusten Triebwerke für Streckenläutewerke handelte, oder ob sie in kleinerer Form in die Bahnsteigläutewerke eingebaut wurden. Selbst die kleinsten Zimmerläutewerke in der Ausführung Wandläutewerke waren so aufgebaut. Eine Ausnahme bildeten lediglich die Tischläutewerke: Bei ihnen waren die Rahmenwangen zugleich als Gehäuseseitenwände ausgebildet, deren Schmalseiten mit einschiebbaren Deckeln ausgestattet waren. Außerdem besaßen sie Feder- statt Gewichtsantrieb.

Triebwerk von C. Lorenz, Berlin, eines Tischläutewerkes (ohne vordere Rahmenwange) (Foto: W. List)

Triebwerk von C. Lorenz, Berlin, eines Tischläutewerkes (ohne vordere Rahmenwange)
(Foto: W. List)

Triebwerk von Leopolder, Wien, eines österreichischen Tischläutewerkes (Foto: W. List)

Triebwerk von Leopolder, Wien, eines österreichischen Tischläutewerkes
(Foto: W. List)

Triebwerk von Siemens & Halske, Berlin, für ein Bahnsteigläutewerk (Foto: W. List)

Triebwerk von Siemens & Halske, Berlin, für ein Bahnsteigläutewerk
(Foto: W. List)

Triebwerk von Siemens & Halske, Berlin, für ein Wandläutewerk (Foto: W. List)

Triebwerk von Siemens & Halske, Berlin, für ein Wandläutewerk
(Foto: W. List)